Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) zeigt sich grundsätzlich offen für eine höhere Besteuerung sehr hoher Einkommen. „Die sogenannte Reichensteuer, das ist die oberste Spitze, das sind nicht so viele Menschen – da kann man tatsächlich darüber nachdenken, was man da tun kann“, sagte Frei in der ntv-Sendung „Pinar Atalay“.
Zugleich betonte er, dass starke Schultern bereits mehr trügen: „Die zehn Prozent Bestverdienenden finanzieren mehr als 50 Prozent des Steueraufkommens.“ Das dürfe man auch nicht überdrehen.
Kritisch äußerte sich Frei zum aktuellen Spitzensteuersatz. Dieser greife „viel zu früh“, bereits ab einem zu versteuernden Einkommen von rund 70.000 Euro für Alleinstehende. Damit würden nicht nur Spitzenverdiener, sondern auch „Leistungsträger der Gesellschaft“ belastet. „Das ist eindeutig zu früh“, so Frei.
Insgesamt ist Frei aber gegen Steuererhöhungen auf Arbeit. „Ich bin nicht der Auffassung, dass wir höhere Steuern in Deutschland brauchen“, sagte er. Zugleich plädierte er für ergebnisoffene Gespräche: Es mache „keinen Sinn, zu Beginn zu sagen, was alles nicht geht“. Entscheidend sei, am Ende eine „gerechte und leistbare“ Lösung zu finden.
Foto: via dts Nachrichtenagentur



























