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Stromerzeugung 2025: Erneuerbare decken 58,6 Prozent, Photovoltaik und Erdgas auf Rekordhoch

Im Jahr 2025 sind in Deutschland 438,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist worden.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, waren das 1,4 Prozent mehr Strom als im Vorjahr. Mit einem Anteil von 58,6 Prozent stammte der inländisch erzeugte und in das Netz eingespeiste Strom 2025 wie bereits seit 2023 mehrheitlich aus erneuerbaren Energieträgern (2024: 59,5 Prozent).

Allerdings blieb die aus erneuerbaren Quellen erzeugte Strommenge 2025 mit 256,9 Milliarden Kilowattstunden nahezu unverändert zum Vorjahr (-0,1 Prozent). Demgegenüber stieg die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern um 3,6 Prozent auf 181,3 Milliarden Kilowattstunden und einen Anteil von 41,4 Prozent des eingespeisten Stroms (2024: 40,5 Prozent).

Die erzeugte Strommenge aus Windkraft sank 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 131,3 Milliarden Kilowattstunden. Der Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung sank ebenfalls, von 31,5 Prozent im Jahr 2024 auf 30,0 Prozent im Jahr 2025. Dennoch blieb die Windkraft die wichtigste Energiequelle in der inländischen Stromerzeugung.

Die Stromeinspeisung aus Photovoltaik nahm 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 17,4 Prozent auf 70,1 Milliarden Kilowattstunden zu. Dies entsprach 16,0 Prozent der gesamten inländischen Stromproduktion. Damit stiegen sowohl die produzierte Menge als auch der Anteil an Strom aus Photovoltaik auf neue Höchstwerte für ein Gesamtjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018.

Die Stromeinspeisung aus Wasserkraft sank 2025 deutlich um 22,5 Prozent auf 15,8 Milliarden Kilowattstunden und einen Anteil von 3,6 Prozent der gesamten Stromerzeugung.

Die Bedeutung der Kohle für die inländische Stromerzeugung blieb 2025 weitestgehend unverändert: Mit 96,8 Milliarden Kilowattstunden wurden 0,5 Prozent weniger Strom aus Kohle ins Netz eingespeist als im Vorjahr. Der Anteil des Kohlestroms an der gesamten inländischen Stromproduktion sank auf 22,1 Prozent. 2024 hatte er bei 22,5 Prozent gelegen.

Die Stromeinspeisung aus Erdgas stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 10,2 Prozent auf 70,6 Milliarden Kilowattstunden und einen Anteil von 16,1 Prozent der gesamten Stromproduktion. Wie beim Strom aus Photovoltaik wurden auch hier die höchste produzierte Strommenge und der höchste Anteil an der gesamten inländischen Stromerzeugung seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018 erreicht. Im Jahr 2022 war der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der angespannten Situation auf dem Gasmarkt auf 11,5 Prozent gefallen. 2023 war der Anteil von Strom aus Erdgas dann auf 13,7 Prozent und 2024 auf 14,8 Prozent gestiegen.

Die nach Deutschland importierte Strommenge sank im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 2,6 Prozent auf 79,6 Milliarden Kilowattstunden (2024: 81,7 Milliarden Kilowattstunden). Demgegenüber stieg die aus Deutschland exportierte Strommenge um 8,7 Prozent auf 60,2 Milliarden Kilowattstunden (2024: 55,4 Milliarden Kilowattstunden). Dennoch hat Deutschland im dritten Jahr in Folge deutlich mehr Strom importiert als exportiert. Der Importüberschuss sank allerdings um 26,2 Prozent von 26,3 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2024 auf 19,4 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2025.

Im langfristigen Trend ist ein deutlicher Wandel in der inländischen Stromerzeugung erkennbar: Während bis 2022 konventionelle Energieträger dominierten, wurde seit 2023 mehr Strom durch erneuerbare Energien erzeugt. 2025 wurde in fast allen Monaten mehr Strom aus erneuerbaren als aus konventionellen Energieträgern eingespeist. Im Jahr 2018, dem ersten Jahr der Erhebung, waren mit 207,5 Milliarden Kilowattstunden noch fast ein Viertel weniger Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und ins Netz eingespeist worden als 2025. Parallel dazu nahm die Stromerzeugung aus konventionellen Energiequellen deutlich ab. Während 2018 noch 355,8 Milliarden Kilowattstunden aus fossilen Quellen eingespeist worden waren, halbierte sich dieser Wert auf 175,0 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2024. Im Jahr 2025 stieg die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern wieder leicht auf 181,3 Milliarden Kilowattstunden.

Die Stromerzeugung in Deutschland war im Jahr 2025 trotz des Anstiegs im Vorjahresvergleich deutlich niedriger als zu Beginn der Zeitreihe im Jahr 2018. Damals hatte die inländisch erzeugte Strommenge bei 566,8 Milliarden Kilowattstunden gelegen, im Jahr 2025 war sie mit 438,2 Milliarden Kilowattstunden um 22,7 Prozent geringer. Bis 2022 hatte Deutschland jedes Jahr mehr Strom exportiert als importiert, es bestand also ein Exportüberschuss. Dies kehrte sich 2023 um. Seitdem übersteigen die Stromimporte die Stromexporte und es besteht ein Importüberschuss.

Die Summe aus der inländischen Stromeinspeisung und den Stromimporten abzüglich der Stromexporte ergibt die tatsächlich im deutschen Stromnetz verfügbare und nachgefragte Strommenge. Diese war im Jahr 2025 mit 457,6 Milliarden Kilowattstunden um 11,7 Prozent geringer als im Jahr 2018 (518,0 Milliarden Kilowattstunden), so das Bundesamt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur