Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, rechnet in den kommenden Jahren mit einem weiteren Rückgang bei der Zahl der gesetzlichen Krankenkassen.
„Ich bin sehr sicher, dass wir wahrscheinlich in zehn Jahren auch nicht mehr die gleiche Zahl der Krankenkassen haben werden“, sagte Blatt der „Rheinischen Post“ (Dienstag). „Schon heute sind die Krankenkassen dabei zu prüfen, wo ein Zusammenschluss ökonomisch sinnvoll ist. Das passiert laufend“, so der GKV-Chef.
Staatliche Eingriffe lehnte er in dem Prozess ab. „Die Antwort soll der Wettbewerb liefern. Ich bin Ökonom. Wer sollte eine Gesamtzahl festlegen? Der Staat?“, sagte Blatt. „Die Präferenzen der Menschen gehen stark auseinander, wenn es um ihre Krankenkasse geht. Manche wollen alles digital erledigen, andere brauchen Ansprechpartner in einer Geschäftsstelle. Das wird sich von allein regeln“, so der GKV-Vorstandsvorsitzende. „Im Jahr 2000 gab es schließlich noch über 400 Krankenkassen“, so Blatt – heute sind es etwas mehr als 90.
Foto: via dts Nachrichtenagentur




























