Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat im vergangenen Jahr 393 tödliche Badeunfälle in deutschen Gewässern verzeichnet. Das waren 18 Todesfälle weniger als im Jahr 2024, wie die DLRG am Dienstag mitteilte. Die meisten dieser Unfälle ereigneten sich im Juni, als 69 Menschen ums Leben kamen. Besonders tragisch war ein Wochenende im Juni, an dem 15 Personen beim Baden und Schwimmen starben.
Über die Hälfte der tödlichen Unfälle passierte während der Badesaison von Anfang Mai bis Ende August. Im Juli, einem niederschlagsreichen Monat, ging die Zahl der Unglücke zurück, dennoch verloren 52 Menschen ihr Leben im Wasser. Im August ertranken 65 Personen. Die meisten Opfer waren älter als 60 Jahre, jedoch stieg die Zahl der Todesfälle unter den 11- bis 30-Jährigen im Vergleich zum Vorjahr an.
„Das ist besorgniserregend und setzt sich hoffentlich in diesem Jahr so nicht fort“, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt und fügte hinzu: „Nur eine Person unter den 73 Opfern in diesen Altersklassen war weiblich. Gerade unter männlichen Jugendlichen und jungen Männern sind Übermut und Selbstüberschätzung leider weit verbreitet und ebenso wie der Konsum von Alkohol mitursächlich für tragische Unfälle.“ Unter allen Todesopfern bekannten Geschlechts waren auch 2025 vier von fünf männlich (82 Prozent).
Die Zahl der tödlich verunglückten Kinder bis zehn Jahre lag mit 13 deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre (29 Fälle). Zuletzt erfasste die DLRG im Jahr 2012 weniger Todesfälle in dieser Altersgruppe (12). Hinzu kommen jedes Jahr Ertrinkungsunfälle, die nicht tödlich enden, aber schwere lebenslange Folgen für die Opfer haben. Zudem enthält die DLRG-Statistik keine Unglücksfälle in den eigenen vier Wänden, also etwa in der heimischen Badewanne.
Die DLRG sieht den Schlüssel zur Reduzierung der Unfallzahlen in verstärkter Präventionsarbeit und fordert einen Ausbau der Schwimmausbildung, insbesondere in Schulen. Vogt sagte, dass viele Kinder die Grundschule verlassen, ohne sicher schwimmen zu können, was ein unnötiges Lebensrisiko darstelle. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich in Seen und Flüssen, während die Zahl der Opfer in den Meeren zurückging.
Foto: via dts Nachrichtenagentur
























