Zum Internationalen Frauentag hat die rechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Susanne Hierl (CSU), die Forderung nach einem Sexkaufverbot für Deutschland bekräftigt.
„In der Prostitution herrschen zum großen Teil unhaltbare Zustände“, sagte Hierl dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wir sollten es deshalb mit einem Sexkaufverbot versuchen. Dass Freier ohne Strafe davonkommen, ist für mich jedenfalls der falsche Ansatz.“ Auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (beide CDU) haben sich für ein solches Verbot ausgesprochen.
Die CSU-Politikerin Hierl forderte, Prostituierte dabei zu unterstützen, ihr Gewerbe zu verlassen: „Wir werden Prostitution wohl nie ganz zurückdrängen, aber wir sollten die Frauen unterstützen und ihnen Ausstiegsangebote machen. Sie sollten wissen, dass sie sich nicht prostituieren müssen, sondern ihr Leben anders finanzieren können“, sagte sie.
Die Forderung entspricht dem sogenannten Nordischen Modell. Dieses stellt den Kauf sexueller Dienstleistungen sowie deren organisierte Vermittlung unter Strafe – entkriminalisiert aber die Prostituierten selbst und bietet ihnen umfassende Unterstützung, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Zahlreiche europäische Staaten setzen dieses Modell ebenso um wie Kanada oder Israel. Die SPD lehnt es hingegen ab, weshalb das Modell auch nicht im Koalitionsvertrag steht.
Foto: via dts Nachrichtenagentur


























