Social Media

Suchen...

Deutschland & Welt

Linnemann warnt vor Verdoppelung der Inflation durch Iran-Krise und steigende Ölpreise

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat im Hinblick auf die Iran-Krise vor einer Verdoppelung der Inflation durch steigende Ölpreise gewarnt. Das könne am Ende auch „das zarte Pflänzchen“ eines Wirtschaftswachstums in Deutschland abwürgen, sagte Linnemann dem Nachrichtensender „Welt“.

„Die Lage ist schon besorgniserregend, muss man so sagen. Wir waren im Herbst noch bei 60 Dollar je Barrel Öl – und jetzt sind wir bei 80. Wenn wir auf 100 gehen im Sommer, könnte ich mir vorstellen, dass die Wahrscheinlichkeit nennenswert ist, dass wir eine Verdopplung der Inflation haben, Richtung vier Prozent.“ Dann habe man wieder das Problem der Europäischen Zentralbank, dass sie eigentlich die Zinsen steigen lassen müsste. „Das wiederum würgt die Wirtschaftskraft ab. Deswegen ist das eine sehr, sehr brenzlige Situation im Moment. Und man kann nur hoffen, dass der Krieg nicht zu lange dauert.“

Dieses Szenario sei „reell“ und „da können wir nicht so tun als Politik, dass wir dagegen ankämpfen können – das können wir nicht“, räumte Linnemann ein. „Wir machen was für die Industrie. Industriestrompreis und andere Dinge zur Entlastung. Aber wenn der Ölpreis auf 100 geht, das bleibt nicht in den Kleidern stecken.“

Das sei vor allem deshalb tragisch, weil die Konjunktur gerade beginne, Fahrt aufzunehmen: „Wir erleben ja gerade ein zartes Pflänzchen in der Industrie. Die Auftragslage ist besser. Wir erleben auch insgesamt im Lande mehr Gründungen. Wir sehen bei den Direktinvestitionen, dass mehr Geld ins Land fließt, als rausgeht. Und das wäre bitter, wenn dieses zarte Pflänzchen jetzt kaputtgemacht wird. Und deswegen, glaube ich, ist es wichtig, dass man sich auch auf so ein Szenario einstellt.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur