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Bericht: AfD-Vize Gottschalk will trotz Parteirats an Remigrations-Gipfel mit Martin Sellner teilnehmen

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, Kay Gottschalk, will trotz der Empfehlung der AfD-Spitze, „keine Parteiveranstaltungen“ mit Martin Sellner durchzuführen, im Mai am sogenannten „Remigrations-Gipfel“ in Porto teilnehmen. Wenn das AfD-Vorfeld einen Gipfel veranstalte, „dann ist das für mich eine Pflichtveranstaltung“, sagte Gottschalk dem Nachrichtenportal „T-Online“ am Dienstag. Sellner soll laut „T-Online“ als Redner angekündigt und Mitorganisator des Gipfels sein.

Gottschalk sagte, er verstehe „das Drama“ nicht. „Ich höre mir an, was sie für Ideen haben“, so der AfD-Politiker. „Wenn sie gute Ideen haben, dann würde ich sie auch zu weiteren Gesprächen einladen. Warum nicht?“ Laufe ihm Sellner auf der Veranstaltung über den Weg, werde er mit ihm reden. „Ich würde auch mit Heidi Reichinnek oder Putin reden. Wir dürfen nicht zu viele rote Linien ziehen.“

Einen Widerspruch zur am Montag in die Partei kommunizierten Empfehlung seines Vorstands, keine Parteiveranstaltungen mit Sellner auszurichten, sieht der AfD-Vizechef in seiner Teilnahme am Gipfel nicht. „Das hat gar nichts miteinander zu tun. Es geht im Beschluss des Vorstands nur um Parteiveranstaltungen. Der Remigrations-Gipfel ist keine Parteiveranstaltung“, sagte er.

Martin Sellner wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz als zentrale Figur der „Identitären Bewegung“ identifiziert, welche die Behörde bereits als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstuft. Das Bundesverwaltungsgericht bewertete Sellners Remigrationskonzept im Jahr 2025 als nicht vereinbar mit der Unantastbarkeit der Menschenwürde gemäß Artikel 1 des Grundgesetzes.

Foto: via dts Nachrichtenagentur