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Oldenburg

KIBUM 2022: 25.000 Bücherfans auf Messe und Veranstaltungen

Oldenburg. Das war „Mehr als krach & bumm!“: Die Stadt und die Universität Oldenburg blicken auf elf KIBUM-Tage zurück, in denen die Comics und Graphic Novels im Mittelpunkt standen. Kurz vor Ende der 48. Kinder- und Jugendbuchmesse ziehen die beiden Veranstalter eine erfolgreiche Bilanz: „Die erste Live-KIBUM nach der Corona-Zeit hat wieder eindrucksvoll gezeigt, wieviel Spaß Leseförderung machen kann! Comicautor und Schirmherr Jeff Kinney sorgte für eine fulminante Eröffnung mit fast 500 Kindern und Jugendlichen – die perfekte Einstimmung auf elf erfolgreiche KIBUM-Tage. Insgesamt sind wir hochzufrieden mit der Resonanz, und sehr froh, die KIBUM wieder in vollem Umfang und Präsenz anbieten zu können“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder ergänzt: „Eine ‚bildgewaltige‘ KIBUM geht zu Ende – mit zahllosen Comics und Graphic Novels zum Schmökern, vielen wieder bestens besuchten Präsenz-Veranstaltungen und einem quirligen Messebetrieb. Die Freude darüber war mit den Händen greifbar. Viele Größen der Comic- und Kinderliteratur-Szene waren persönlich vor Ort oder mit ihren Werken dabei. Sie haben einmal mehr Kinder für Bücher begeistert und sie in ihrer Freude am Lesen bestärkt. Das war KIBUM im allerbesten Sinne!“

Präsenz-KIBUM wieder sehr gut angenommen
Circa 25.000 Besucherinnen und Besucher kamen in diesem Jahr zur Buchmesse und deren Veranstaltungen – darunter Lesungen für Schulen und Kitas, beliebte Autorinnen und Autoren im Gespräch und eine Tagung für Fachkräfte. Begleitend gab und gibt es jederzeit zugängliche Online-Formate, die noch bis Mitte 2023 verfügbar sein werden, sowie eine tägliche Begleitung der KIBUM auf den Social-Media-Kanälen der Stadtbibliothek Oldenburg – auch diese wurde begeistert aufgenommen.

Ein neuer Rekord ist bei den Anmeldungen von Kitas und Schulen für das Rahmenprogramm zu verzeichnen: 10.836 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wurden gezählt – so viele wie nie zuvor! Das Einzugsgebiet erstreckte sich von Emden bis Bremen und von Nordenham bis Quakenbrück. 68 Prozent der angemeldeten Gruppen kamen aus Oldenburg, 32 Prozent aus dem Umland. Sich selbst so bezeichnende „KIBUM-Touristen“ kamen zum Beispiel aus Hannover und Osnabrück für ein ganzes KIBUM-Wochenende.

Autor und Illustrator Jeff Kinney feierte mit seinen Fans auf der Bühne der Kulturetage die KIBUM-Eröffnung. Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Großes Lob von Autorinnen und Autoren
Die Freude der Veranstalter, wieder zur Präsenz-KIBUM einladen zu können, wurde von allen Beteiligten geteilt – von Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften ebenso wie von Autorinnen und Autoren: Schirmherr Jeff Kinney betonte: „Ich habe mich geehrt gefühlt, bei der Eröffnung dabei zu sein und bin sehr gern Teil von Veranstaltungen, die das Lesen so feiern wie die KIBUM.“ Zudem befand Comicautor und -illustrator Flix: „Die KIBUM ist das schönste Kinderbuchfestival der Republik!“, und Comiczeichner Mawil resümierte: „Die Organisation ist leidenschaftlich, die Technik professionell, die Kinder begeistert und die Eltern gerührt! Was will man mehr?“

Messezentrum im PFL und Comictreffpunkt in der Kulturetage
2.250 Neuerscheinungen deutschsprachiger Kinder- und Jugendliteratur wurden dieses Jahr auf der Messe präsentiert. Das Kulturzentrum PFL verwandelte sich dabei wieder in eine kunterbunte Leselandschaft, die zum Eintauchen in fremde Welten einlud. Während Kinder wie Eltern sich hier in neue Bücher vertieften, besuchten andere KIBUM-Fans in der Kulturetage die Höhepunkte des Veranstaltungsprogramms mit Mawil, Flix, Thilo Krapp, Zapf, Alice Pantermüller und Daniela Kohl. Hier war der Treffpunkt für eingeschworene Comicfans, die teils eine Stunde geduldig Schlange standen für Autogramme und kleine Originalillustrationen in Büchern.

Tagung widmete sich Kindheitskonzepten im Comic
An Fachleute richtete sich die gut besuchte Tagung „Kindheit medial“ der Oldenburger Forschungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur. Im Rahmen der Tagung zeigte FAZ-Autor Andreas Platthaus in seinem brillanten Abendvortrag, wie der Weg des Comics aus den US-amerikanischen Zeitungen bis in die Gegenwart verlief. Dass dabei Kinder und Kindheit immer wieder Ausgangspunkte waren und sind – ohne dass sich die Comics immer wirklich an Kinder richteten –, konnte er in seinem historischen Parforceritt nachdrücklich belegen.

Die beiden Veranstalter, Stadt und Universität Oldenburg, bedanken sich ausdrücklich bei den Förderern, ohne deren Unterstützung die KIBUM 2022 in ihrer Qualität und Fülle des Programms nicht möglich gewesen wäre: bei der OLB-Stiftung und der EWE Stiftung als Hauptförderer sowie CEWE.

Die KIBUM-Bücher werden im Anschluss in Lörrach (Baden-Württemberg) gezeigt. Im kommenden Jahr wird die Schweizer Kinder- und Jugendliteratur vom 11. bis zum 21. November 2023 das KIBUM-Thema sein.