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Oldenburg

Vortrag: Wie sehen Menschen mit Essstörungen die Welt?

Oldenburg. Ob Adipositas, Bulimie, Binge-Eating-Störung oder Magersucht: Essstörungen sind ernst zu nehmende Erkrankungen mit weitreichenden Folgen. Bereits jedes fünfte Kind im Alter von 11 bis 17 Jahren und sogar jedes dritte Mädchen derselben Altersgruppe zeigt Symptome einer der genannten Krankheitsformen. Um über die Wahrnehmung, das Erleben und den Einfluss genau solcher Essstörungen dreht sich der Vortrag „Innenansichten – wie Menschen mit Essstörungen die Welt sehen“ von Dr. Silke Kleinschmidt. Er findet am Donnerstag, 1. Dezember, um 19 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3 statt. Der Vortrag, in dem anonymisierte Fälle betrachtet werden, gehört zur Veranstaltungsreihe „Ausgewogen“ des städtischen Gleichstellungsbüros und des Forums Essstörungen. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Betroffene, deren Angehörige und Fachkräfte. Bei der Ärztekammer wurden Fortbildungspunkte beantragt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Essstörungen werden mehr und mehr zum Problem
Die Corona-Pandemie hat die Lage zusätzlich verschärft: 2021 wurden laut Bundespsychotherapeutenkammer 40 Prozent mehr Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren aufgrund einer Essstörung stationär behandelt. Und der Krankheitsverlauf ist häufig chronisch und setzt sich auch im Erwachsenenalter fort. „Umso wichtiger ist es, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und ernst zu nehmen“, betont Renate Vossler, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Für Betroffene und deren Zugehörige sollte es niedrigschwellige Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten geben.“

Über die Referentin
Dr. med. Silke Kleinschmidt leitet die Klinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Westerstede. Sie ist Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

Über das Forum Essstörungen
Seit 2002 treffen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungsstellen, Psychologinnen, Psychologen sowie Ärztinnen und Ärzte im Forum Essstörungen zum Austausch, zur Qualifizierung und zur Vernetzung. Dieses Netzwerk informiert außerdem über das Thema Essstörungen und wirbt für einen positiven Umgang mit dem eigenen Körper. Unter der Überschrift „Ausgewogen“ werden deshalb in loser Folge Informationsveranstaltungen, Filme, Lesungen und anderes mehr angeboten.

Sie möchten mehr erfahren?
Das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg hat auf seiner offiziellen Website unter www.oldenburg.de/gleichstellung auch Informationen zum Thema „Essstörungen“ online gestellt.

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