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Oldenburg

Carl-von-Ossietzky-Preis: Festakt am 9. Dezember

Oldenburg. Die Journalistin und Moderatorin Shelly Kupferberg wird die Laudatio auf den Carl-von-Ossietzky-Preisträger des Jahres 2022 Igor Levit halten. Der weltweit bekannte Pianist, Aktivist und bekennende Europäer Levit erhält die Auszeichnung der Stadt Oldenburg am Freitag, 9. Dezember, für seinen Einsatz „gegen Rassismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und die Verrohung der Sprache. Mit seiner Stimme als Musiker und als politisch denkender, sprechender und handelnder Mensch sensibilisiert er für die Dringlichkeit zivilgesellschaftlichen Engagements“, schreibt die Jury in ihrer Begründung. Die musikalische Gestaltung des Festaktes obliegt dem französischen Komponisten Étienne Haan, dessen eigens zu diesem Anlass erstellte Auftragskomposition „Auf der Weltbühne“ uraufgeführt wird. Ein musikalischer Beitrag von Igor Levit ist nicht vorgesehen.

Die Laudatorin Shelly Kupferberg
Shelly Kupferberg, 1974 in Tel Aviv geboren, hat in Berlin Theater- und Musikwissenschaften sowie Publizistik studiert. Seit vielen Jahren arbeitet sie für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und ist als freie Redakteurin und Moderatorin für Deutschlandfunk Kultur und RBB Kultur tätig. Beim internationalen Literaturfestival Berlin ilb, den deutsch-israelischen Literaturtagen von Goethe-Institut und Heinrich-Böll-Stiftung und der Leipziger und Frankfurter Buchmesse ist sie ebenso wie bei der Berlinale und Gesprächskonzerten als Moderatorin zu erleben. Mit ihrem in diesem Sommer im Diogenes Verlag erschienenen Debüt „Isidor“ über ihren Urgroßonkel aus Galizien hat sie sich auch als Autorin einen Namen gemacht. Das Buch stand auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Anmeldung zur Preisverleihung bis 25. November
Die Preisverleihung findet am Freitag, 9. Dezember, um 18 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt. Der Festakt ist sowohl für geladene Gäste als auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 25. November, erforderlich: per E-Mail an ossietzky-preis@stadt-oldenburg.de oder unter Telefon 0441 235-3193. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Die Vergabe erfolgt nach Eingang der Anmeldung. Zudem wird der Festakt live im Internet zu sehen sein, unter www.ossietzky-preis.de.

Zum Carl-von-Ossietzky-Preis
Der Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik wird bereits seit 1984 jeweils alle zwei Jahre in Erinnerung an den Namenspatron von der Stadt Oldenburg verliehen. Ausgezeichnet werden Personen, einzelne Arbeiten oder Gesamtwerke, die sich mit Leben und Werk Ossietzkys oder die sich mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus auseinandersetzen. Der Preis kann auch für Arbeiten oder Personen zuerkannt werden, die sich im Geiste Carl von Ossietzkys mit der demokratischen Tradition und Gegenwart in Deutschland oder mit Themen der Politik und Zeitgeschichte befassen.

Die Vergabe erfolgt aufgrund des Votums einer unabhängigen Jury, der die Historikerin Professorin Dr. Dagmar Freist (Universität Oldenburg), der Journalist und frühere Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein Friedrich-Wilhelm Kramer (Hamburg), der Journalist und ehemalige Tagesthemen-Moderator Thomas Roth (Berlin) sowie der Historiker Professor Dr. Martin Sabrow (Potsdam, Senior Fellow am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung) angehören.

Informationen zum Preis mit Angaben zum Preisträger, zur Jury und ihrer Begründung, zur Laudatorin sowie zum Komponisten gibt es im Internet unter www.ossietzky-preis.de. Etwaige Hygieneauflagen sind dort ebenfalls zu finden und müssen beachtet werden.

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