Vom Lock­down zur Ausgangssperre

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Vom Lock­down zur Ausgangssperre

Der Co­ro­na-Vi­rus do­mi­niert seit mehr als ei­nem Jahr das öf­fent­li­che Le­ben auf der gan­zen Welt. Mitt­ler­wei­le ver­zich­ten wir auf die meis­ten en­gen Kon­tak­te, tra­gen Mas­ken, so­bald wir in der Öf­fent­lich­keit sind und ha­ben im­mer Des­in­fek­ti­ons­mit­tel da­bei. Der Vi­rus bleibt hart­nä­ckig. Auch wenn die Os­ter­ru­he nach gro­ßem Wi­der­spruch von An­ge­la Mer­kel wie­der ab­ge­sagt wur­de, ver­sucht die Bun­des­re­gie­rung wei­ter­hin Her­rin der La­ge zu wer­den. Und wenn ein Lock­down nicht hilft, muss man zu här­te­ren Maß­nah­men grei­fen. Für ei­ni­ge Kom­mu­nen in Nie­der­sach­sen heißt das ak­tu­ell: Ausgangssperre.

Neue Co­ro­na-Veror­dung soll Vi­rus-Ver­brei­tung eindämmen

Seit En­de März gel­ten neue Co­ro­na-Vor­schrif­ten in Nie­der­sach­sen, die Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz ver­kün­de­te. Und auch wenn Ol­den­burg mit ei­ner ak­tu­el­len 7‑­Ta­ge-In­zi­denz von 69,8 ver­gleichs­wei­se gut da­steht, soll­ten auch die Ol­den­bur­ger die Re­geln be­ach­ten, um das Vi­rus end­lich ein­zu­däm­men. Das öf­fent­li­che Le­ben in Nie­der­sach­sen müs­se in den nächs­ten zehn bis vier­zehn Ta­gen so­weit wie ir­gend mög­lich her­un­ter­ge­fah­ren wer­den, er­klär­te Weil, „wir müs­sen jetzt kon­se­quent al­les uns mög­li­che da­für tun, um die drit­te Wel­le zu bre­chen oder zu­min­dest ab­zu­fla­chen“, so der SPD-Po­li­ti­ker. Da­bei sol­len die neu­en Re­ge­lun­gen hel­fen, ins­be­son­de­re auch, um die ge­fähr­li­che­re Vi­rus­mu­ta­ti­on B1.1.7 einzudämmen.

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Die 7‑­Ta­ge-In­zi­denz be­stimmt die Corona-Regeln

Die ak­tu­el­le In­zi­denz-Zahl von Ol­den­burg liegt un­ter 100. Nach den neu­en Co­ro­na-Re­geln ist für die­sen Fall Fol­gen­des erlaubt:

  • Ein Haus­halt mit be­lie­big vie­len Per­so­nen darf sich mit zwei wei­te­ren Men­schen aus ei­nem Haus­halt tref­fen — Kin­der bis 14 Jah­re sind nicht mit ein­be­rech­net. Nicht zu­sam­men­le­ben­de Paa­re gel­ten als ein Haushalt
  • Liegt die In­zi­denz un­ter 35 dür­fen sich so­gar bis zu 10 Per­so­nen aus bis zu drei Haus­hal­ten treffen.

So­bald der In­zi­denz­wert über 100 steigt, gel­ten die­se Land­krei­se und Städ­te als so­ge­nann­te Hoch­in­zi­denz­kom­mu­nen, in de­nen fol­gen­de Re­ge­lun­gen um­ge­setzt wer­den müssen:

  • Mu­se­en, Ga­le­rien und Ge­denk­stät­ten blei­ben geschlossen
  • Ter­min-Shop­ping ist nicht mehr erlaubt
  • Wech­sel­un­ter­richt fin­det nur noch an Grund­schu­len, För­der­schu­len für geis­ti­ge Ent­wick­lung und Ab­schluss­klas­sen statt. Al­le an­de­ren Schüler:innen ler­nen im Distanzunterricht.
  • Kin­der­gär­ten bie­ten nur ei­ne Not­be­treu­ung an

Aus­gangs­sper­re bei ei­ner In­zi­denz über 100

Be­son­ders hart wird es al­ler­dings, wenn der In­zi­denz­wert an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Ta­gen über 100 liegt. Dann kön­nen fol­gen­de Re­ge­lun­gen in Kraft treten:

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  • Die zu­stän­di­ge Be­hör­de kann ein Be­tre­tungs­ver­bot an „be­son­ders stark fre­quen­tier­ten Or­ten im öf­fent­li­chen Raum“ aussprechen
  • Wenn an Or­ten das Ab­stands­ge­bot und die Mas­ken­pflicht nicht ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen, kann der Zu­tritt bzw. die Teil­nah­me erst nach ei­nem ne­ga­ti­ven Co­ro­na-Schnell­test erfolgen
  • Land­krei­se und Städ­te kön­nen bei ei­ner In­zi­denz zwi­schen 100 und 150 ei­ne Aus­gangs­sper­re von 21 bis 5Uhr ver­hän­gen. Der Weg zur Ar­beit und zu­rück als auch Arzt­be­su­che sind na­tür­lich ausgenommen.

Ak­tu­ell be­fin­den sich in Nie­der­sach­sen ei­ni­ge Land­krei­se in der Aus­gangs­sper­re, zB. im Land­kreis Ol­den­burg oder im Land­kreis Clop­pen­burg. Ob es hilft, bleibt abzusehen.

Die ak­tu­el­le Co­ro­na-Ver­ord­nung gilt vor­erst bis zum 18. April 2021.

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