Ol­den­burg bleibt trotz Co­ro­na im Aufwärtstrend

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Ol­den­burg bleibt trotz Co­ro­na im Aufwärtstrend

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Ober­bür­ger­meis­ter Jür­gen Krog­mann stellt Jah­res­bi­lanz für 2020 vor

Die Co­ro­na-Pan­de­mie und ih­re Aus­wir­kun­gen auf Ol­den­burg wa­ren das be­stim­men­de The­ma im Jahr 2020. Der Stadt ist es aber den­noch ge­lun­gen, wich­ti­ge Pro­jek­te vor­an­zu­brin­gen. „Die Ol­den­bur­ge­rin­nen und Ol­den­bur­ger ha­ben sich in die­ser Kri­se sehr ver­ständ­nis­voll und dis­zi­pli­niert ver­hal­ten, da­für möch­te ich mich noch ein­mal sehr herz­lich be­dan­ken. Mein Dank gilt ganz be­son­ders den Be­schäf­tig­ten in den Ge­sund­heits- und Be­treu­ungs­be­ru­fen, den vie­len Un­ter­neh­mern, die Ol­den­burg in der Kri­se auf Kurs ge­hal­ten ha­ben, und na­tür­lich auch den Mit­ar­bei­tern in der Stadt­ver­wal­tung“, re­sü­miert Ober­bür­ger­meis­ter Jür­gen Krog­mann in sei­ner Jahresbilanz.

Am 3. März war in Ol­den­burg der ers­te Co­ro­na-Fall auf­ge­tre­ten. Ins­ge­samt ha­ben sich die In­zi­den­zah­len in der Stadt aber durch­weg un­ter dem bun­des­deut­schen Durch­schnitt ge­hal­ten. „Nun­mehr kön­nen wir hoff­nungs­voll auf die noch in die­sem Jahr be­gin­nen­den Imp­fun­gen bli­cken“, sagt Krog­mann. Das Impf­zen­trum in den We­ser Ems Hal­len steht seit dem 15. De­zem­ber gut vor­be­rei­tet zur Verfügung.

Woh­nen

Un­ge­bro­chen von der Pan­de­mie, läuft der Woh­nungs­bau in Ol­den­burg auf Hoch­tou­ren. Auch in die­sem Jahr rech­net die Stadt mit min­des­tens 1.000 neu­en Woh­nun­gen. Mit mehr als 7.000 Woh­nun­gen, die in den ver­gan­ge­nen sechs Jah­ren ge­baut wur­den, hat sich die La­ge auf dem Woh­nungs­markt spür­bar ver­bes­sert. „Den­noch wol­len wir nicht lo­cker las­sen, um wei­te­ren, be­zahl­ba­ren Wohn­raum zu schaf­fen. Der Be­darf ist noch nicht völ­lig ge­deckt – da ist noch Luft nach oben“, weiß Krogmann.

Flie­ger­horst

In die­sem Jahr sind wei­te­re Mei­len­stei­ne bei der Ent­wick­lung des neu­en Stadt­teils er­reicht wor­den. So sind die ers­ten Häu­ser im ers­ten Bau­ab­schnitt am Mit­tel­weg be­zo­gen. Vie­le der wei­te­ren ge­plan­ten Ge­bäu­de be­fin­den sich im Roh­bau. Dar­un­ter auch die neue Kin­der­ta­ges­stät­te der Kir­chen­ge­mein­de St. Ma­ri­en. Zu­dem ist im Sep­tem­ber mit der Über­ga­be der Flä­chen an die Woh­nungs­ge­sell­schaft GSG der Start­schuss für das in­no­va­ti­ve und kli­ma­freund­li­che Quar­tier Hel­le­hei­de ge­fal­len. Und auch beim größ­ten Bau­ge­biet an der Alex­an­der­stra­ße gibt es Fort­schrit­te: Die Ver­mark­tung ers­ter Grund­stü­cke für Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser läuft derzeit.

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Schu­len

In die Sa­nie­rung und den Aus­bau von Schu­len sind in die­sem Jahr 27 Mil­lio­nen Eu­ro ge­flos­sen. Von den größ­ten Pro­jek­ten pro­fi­tie­ren die IGS Flö­ten­teich, die IGS Krey­en­brück und die Cä­ci­li­en­schu­le. Ins­ge­samt sind in den Bil­dungs- und Be­treu­ungs­be­reich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mehr als 150 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tiert wor­den. Au­ßer­dem sind die Wei­chen für die Um­set­zung des Di­gi­tal­pakts Schu­le ge­stellt: An al­len städ­ti­schen Schul­stand­or­ten wer­den die Vor­aus­set­zun­gen für das Ler­nen und Un­ter­rich­ten mit mo­bi­len, di­gi­ta­len End­ge­rä­ten ge­schaf­fen. Und ers­te rund 1.500 Ta­blets konn­ten an den Schu­len ver­teilt werden.

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Ki­tas

Auch der Aus­bau der Kin­der­ta­ges­be­treu­ung ist 2020 vor­an­ge­gan­gen. Seit die­sem Herbst gibt es in Ol­den­burg 1.929 Krip­pen- und 4.561 Kin­der­gar­ten­plät­ze. An­fang Ok­to­ber hat im Neu­bau­ge­biet Am Bahn­damm die Ki­ta „Han­nah Arendt“, un­ter Trä­ger­schaft der Dia­ko­nie, den Be­trieb auf­ge­nom­men. Durch ei­nen Er­wei­te­rungs- und Um­bau hat die Kin­der­ta­ges­stät­te an der Schul­stra­ße (Trä­ger­schaft AWO) ihr An­ge­bot ver­grö­ßert und qua­li­ta­tiv auf­ge­wer­tet. Wei­te­re Stand­or­te sind in Pla­nung. „Der Ki­ta-Aus­bau wird uns auch in den nächs­ten Jah­ren mit Mil­lio­nen-In­ves­ti­tio­nen fi­nan­zi­ell al­les ab­ver­lan­gen“, blickt Ober­bür­ger­meis­ter Krog­mann voraus.

In­nen­stadt

Be­we­gung gibt es auch bei der Ge­stal­tung der In­nen­stadt. Da­zu zählt die neu ein­ge­rich­te­te Stel­le des In­nen­stadt­ma­na­gers bei der Wirt­schafts­för­de­rung. Stef­fen Tra­win­ski ist seit kur­zem zen­tra­ler An­sprech­part­ner für das Ge­schäfts- und Wohn­flä­chen­ma­nage­ment. Zu­dem hat der Ar­beits­kreis Bünd­nis In­nen­stadt sein Kon­zept für die Zu­kunft der Ol­den­bur­ger Ci­ty fer­tig­ge­stellt. Die­sem um­fang­rei­chen Hand­lungs­pro­gramm füh­len sich städ­ti­sche und nicht-städ­ti­sche Ak­teu­rin­nen und Ak­teu­re ver­pflich­tet. Be­sie­gelt wur­de dies in ei­ner Grund­satz­ver­ein­ba­rung im De­zem­ber. „Die Stär­kung der In­nen­stadt bleibt ei­ne Ge­mein­schafts­auf­ga­be. Ent­schei­dend wird sein, wei­ter­hin eng zu­sam­men­zu­ar­bei­ten und ge­mein­sam po­si­ti­ve Im­pul­se für den an­ste­hen­den Wan­del zu set­zen“, sagt Krog­mann. Auch der Um­zug der Mu­sik­schu­le in das Herz der Stadt im ver­gan­ge­nen Jahr bie­tet Po­ten­ti­al für mehr Le­ben in der In­nen­stadt. Ge­nau­so wie die po­si­ti­ve Ent­wick­lun­gen in der Hei­li­gen­geist­stra­ße mit dem Core-Pro­jekt und der Er­öff­nung des OLB Beratungscenters.

Kul­tur, Sport und Freizeit

Fort­schrit­te gibt es auch bei den Pla­nun­gen für das neue Stadt­mu­se­um. Der Ab­riss des be­stehen­den Ge­bäu­des soll im kom­men­den Früh­jahr be­gin­nen. So kann das neue Mu­se­um vor­aus­sicht­lich En­de 2023 er­öff­nen. „Wir ha­ben jetzt un­se­re Plä­ne so­weit kon­kre­ti­siert, dass wir die­ses Pro­jekt so­li­de und si­cher bau­en und fi­nan­zie­ren kön­nen. Ei­ne sol­che Ent­schei­dung ist ge­ra­de in der Co­ro­na-Kri­se von enor­mer kul­tur- und ge­sell­schafts­po­li­ti­scher Be­deu­tung“, er­klärt der Ober­bür­ger­meis­ter. Auch die in­halt­li­chen Vor­ar­bei­ten für die an­ste­hen­de Bau­pha­se ste­hen. Un­ter dem Mot­to „Neue Kon­tu­ren“ fin­det im Ja­nu­ar und Fe­bru­ar die Ab­schluss­pha­se statt. Ge­plant sind zahl­rei­che Pro­jek­te, Ver­an­stal­tungs­for­ma­te und Ko­ope­ra­tio­nen rund um Kunst, Kul­tur und Musik.

Kunst­ra­sen­plät­ze

Auf der Sport­an­la­ge an der Ken­ne­dy­stra­ße ist ein mo­der­ner Kunst­ra­sen­tep­pich der neu­es­ten Ge­nera­ti­on ent­stan­den. „Die­ser neue Kunst­ra­sen ist Teil ei­ner mehr­jäh­ri­gen Stra­te­gie zur Ver­bes­se­rung der Be­din­gun­gen für un­se­re Fuß­bal­le­rin­nen und Fuß­bal­ler in der Stadt“, freut sich Krog­mann. Nun gibt es be­reits fünf Kunst­ra­sen­plät­ze in Ol­den­burg – wei­te­re zwei All­wet­ter-Spiel­fel­der wer­den in den nächs­ten zwei Jah­ren fol­gen. „Wir be­trei­ben da­für ei­nen Mil­lio­nen­auf­wand. Zu Recht, an­ge­sichts der Be­deu­tung des Fuß­balls in un­se­rer Stadt“, be­tont der Oberbürgermeister.

Kli­ma­schutz und Verkehr

Kli­ma- und Um­welt­schutz in der Stadt hat seit dem Som­mer mehr Ge­wicht be­kom­men. Seit­dem ko­or­di­niert Pe­ter Zen­ner von ei­ner neu­ge­schaf­fe­nen Stab­stel­le aus die­se kom­ple­xen The­men äm­ter­über­grei­fend. „Wir sind in die­sen Be­rei­chen schon gut un­ter­wegs, wol­len aber in Zu­kunft noch bes­ser wer­den“, ver­si­chert Ober­bür­ger­meis­ter Jür­gen Krog­mann. In die­sem Zu­sam­men­hang steht auch der in­ten­si­ve Aus­tausch mit der Ol­den­bur­ger Ort­grup­pe von Fri­days For Fu­ture. Seit Be­ginn des Dia­logs vor ei­nem Jahr gab es ei­ni­ge ge­mein­sa­me Work­shops mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Be­we­gung, der Ver­wal­tung und der Rats­frak­tio­nen. Die dar­aus ent­wi­ckel­ten Be­schluss­vor­la­gen sind in der po­li­ti­schen Be­ra­tung. Die ers­ten Maß­nah­men sind be­reits durch den Rat be­schlos­sen. Für die Um­set­zung steht der Kli­ma­schutz­fond zur Ver­fü­gung, der zum Start mit ei­ner Sum­me von ei­ner Mil­li­on Eu­ro aus­ge­stat­tet wurde.

Rad­ver­kehr

In bes­se­re Rad- und Fuß­we­ge sind in die­sem Jahr mehr als zwei­ein­halb Mil­lio­nen Eu­ro ge­flos­sen. Mit dem Geld sind 22 bau­li­che Maß­nah­men um­ge­setzt und wei­te­re fünf be­auf­tragt wor­den. Da­zu ge­hö­ren der Brü­cken­neu­bau zur Que­rung der Haa­ren vor der Cä­ci­li­en­schu­le, der ers­te Bau­ab­schnitt für den neu­en Geh- und Rad­weg am Po­phank­en­weg, der kurz vor dem end­gül­ti­gen Ab­schluss steht. Ver­bes­sert wur­de auch die Si­tua­ti­on am Pfer­de­markt und in der Hei­li­gen­geist­stra­ße durch ei­ne deut­li­che­re Tren­nung des beid­sei­ti­gen Rad­we­ges. Zu­dem sind neue Fahr­rad­ab­stell­an­la­gen an ver­schie­de­nen Stand­or­ten entstanden.

Kli­ni­kum

Das Land Nie­der­sach­sen hat För­der­mit­tel in Hö­he von 145 Mil­lio­nen Eu­ro für den Er­wei­te­rungs­bau Ost und das ge­plan­te Pe­ri­na­tal-Zen­trum am Kli­ni­kum be­wil­ligt. So­zi­al­mi­nis­te­rin Ca­ro­la Rei­mann hat den För­der­be­scheid An­fang De­zem­ber per­sön­lich in Ol­den­burg über­ge­ben. „Die Zu­schüs­se sind von her­aus­ra­gen­der Be­deu­tung für die Mo­der­ni­sie­rung und Wei­ter­ent­wick­lung des Kli­ni­kums Ol­den­burg zu ei­nem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum für die Re­gi­on“, freut sich Ober­bür­ger­meis­ter Jür­gen Krog­mann. Auch der da­zu­ge­hö­ri­ge Bau­an­trag für den Er­wei­te­rungs­bau ist noch vor Weih­nach­ten bei der Stadt eingegangen.

Haus­halt

Die Haus­halts­la­ge der Stadt ist wei­ter­hin sehr ro­bust. Für das Jahr 2020 rech­net die Stadt mit ei­nem Über­schuss von et­wa 30 Mil­lio­nen Eu­ro. Auch der Haus­halt für 2021 sieht im Ver­wal­tungs­ent­wurf ei­nen Über­schuss vor (11,5 Mil­lio­nen). Ins­ge­samt sol­len auf Grund­la­ge des vor­lie­gen­den Ver­wal­tungs­ent­wur­fes 2021 et­wa 74,8 Mil­lio­nen Eu­ro (2020: 75,8 Mil­lio­nen Eu­ro) in­ves­tiert werden.

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