Stadt schafft mehr Raum und Kom­fort für Fahrräder

Begehrte Stellplätze: Die Stadt Oldenburg will im neuen Jahr mehr Raum für das geordnete Abstellen von Fahrrädern in der Innenstadt schaffen. Foto: Peter Duddek

Stadt schafft mehr Raum und Kom­fort für Fahrräder

Wer­bung
Neue Ab­stell­an­la­gen in der In­nen­stadt – Acht Pro­jek­te in 2021 ge­plant – 220 zu­sätz­li­che Plätze

Die Stadt Ol­den­burg bringt den Aus­bau der Fahr­rad­in­fra­struk­tur vor­an: Ab 2021 soll das An­ge­bot an Ab­stell­an­la­gen für Fahr­rä­der und Las­ten­rä­der in der In­nen­stadt deut­lich er­wei­tert wer­den. Im nächs­ten Jahr sind zu­nächst acht Pro­jek­te ge­plant, wo­bei be­reits be­stehen­de An­la­gen auf­ge­wer­tet und er­wei­tert wer­den, aber auch neue Stand­or­te ent­ste­hen sol­len. Vor­ge­se­hen ist, rund 220 zu­sätz­li­che Stell­plät­ze zu schaf­fen. Da­für ha­ben in die­ser Wo­che so­wohl der Ver­kehrs­aus­schuss als auch der Ver­wal­tungs­aus­schuss grü­nes Licht ge­ge­ben. „Das Fahr­rad ist in Ol­den­burg ein sehr wich­ti­ger Grund­pfei­ler un­se­rer All­tags­mo­bi­li­tät. Wir wol­len die Rah­men­be­din­gun­gen at­trak­ti­ver ma­chen und das An­ge­bot qua­li­ta­tiv ver­bes­sern. Wir ha­ben da­zu ein um­fang­rei­ches Pro­gramm auf­ge­legt“, er­läu­tert Ober­bür­ger­meis­ter Jür­gen Krogmann.

Wo es sich nicht ver­mei­den lässt, wer­den da­bei auch ei­ni­ge, we­ni­ge Kfz-Stell­plät­ze zu Fahr­rad­ab­stell­an­la­gen um­ge­wan­delt. „Das ge­schieht mit Au­gen­maß und nicht mit der Brech­stan­ge“, ver­si­chert Ver­kehrs­de­zer­nent Dr. Sven Uhr­han. „Die Um­nut­zung ist auf ein not­wen­di­ges Maß be­schränkt“, er­gänzt An­net­te Mey­ers, Lei­te­rin des Am­tes für Ver­kehr und Stra­ßen­bau. Wenn Be­hin­der­ten­park­plät­ze oder Ta­xi- und Car­sha­ring-Plät­ze be­trof­fen sind, wer­den sie im Nah­be­reich ver­la­gert. Nach Mög­lich­keit soll ein Zu­satz­nut­zen ge­schaf­fen wer­den, et­wa durch Baum­pflan­zun­gen, Um­ge­stal­tung von Flä­chen und Schaf­fung von zu­sätz­li­chen Sitz­ge­le­gen­hei­ten. Auch geht es dar­um, das „wil­de Par­ken“ von Fahr­rä­dern in der In­nen­stadt zu beordnen.

Ins­ge­samt hat die Ver­wal­tung bei ei­ner Be­stands­auf­nah­me der Rad­ab­stell­an­la­gen rund um die In­nen­stadt 15 Stand­or­te für ei­ne Er­wei­te­rung um bis zu 500 Stell­plät­ze aus­ge­macht. Für mehr Kom­fort sol­len Wit­te­rungs­schutz und das An­ge­bot von ein­fa­chen Ser­vice­leis­tun­gen so­wie die Schaf­fung von Ge­päck­fä­chern und E‑Lademöglichkeiten sorgen.

Im Rad- und Fuß­ver­kehrs­pro­gramm 2021 ste­hen da­für Mit­tel in Hö­he von rund 200.000 Eu­ro zur Ver­fü­gung. Die Um­set­zung soll im neu­en Jahr an die­sen acht Stand­or­ten beginnen:

Wer­bung
  • Pfer­de­markt West/​Kulturhalle: Auf­bau ei­ner neu­en Ab­stell­an­la­ge mit 25 An­lehn­bü­geln für 50 Fahrräder;
  • Pfer­de­markt Kiosk/​Wochenmarkt: Auf­bau von et­wa 40 An­lehn­bü­geln für 80 Fahr­rä­der mit Überdachung;
  • 91er Straße/​Eisenbahnbrücke: Auf­bau ei­ner neu­en Ab­stell­an­la­ge mit acht An­lehn­bü­geln (16 Fahr­rä­der) mit Schließ­fä­chern und E‑Lademöglichkeit;
  • Frie­dens­platz: Im 1. Bau­ab­schnitt Er­wei­te­rung der be­stehen­den An­la­ge um cir­ca 25 An­lehn­bü­gel (50 Fahrräder).
  • Brü­cke Osterstraße/​Elisenstraße: Er­satz der be­stehen­den Fahr­rad­stän­der durch cir­ca 30 An­lehn­bü­gel (60 Fahrräder);
  • Stautor/​zwischen Stau­stra­ße und Stau­gra­ben auf der Haa­ren­brü­cke: Er­wei­te­rung um 15 An­lehn­bü­gel (30 Fahr­rä­der) und Schaf­fung von Schließfächern;
  • Theaterwall/​Roonstraße: Er­wei­te­rung um acht An­lehn­bü­gel (16 Fahr­rä­der), Schaf­fung von Schließ­fä­chern mit E‑Lademöglichkeit, even­tu­ell Überdachung;
  • Schloßplatz/​Schlosshöfe: Auf­bau von et­wa 30 teil­wei­se de­mon­tier­ba­ren An­lehn­bü­geln (60 Fahrräder).

Ers­te kon­kre­te Maß­nah­men sol­len im ers­ten Quar­tal 2021 sicht­bar wer­den, blickt Dr. Nor­bert Ko­ral­lus, Lei­ter des Fach­diens­tes Ver­kehrs­pla­nung, vor­aus. Die Um­set­zung star­tet vor­aus­sicht­lich mit den Pro­jek­ten am Pfer­de­markt. Die wei­te­ren Stand­or­te be­dür­fen der Vorplanung.

Wer­bung

Der­zeit gibt es in der In­nen­stadt ei­nen Be­stand von rund 1.850 Fahr­rad­stell­plät­zen. Zu­dem ste­hen mehr als 4.000 öf­fent­lich nutz­ba­re Kfz-Park­plät­ze zur Verfügung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Beiträge