Ober­bür­ger­meis­ter über­reicht Ol­den­bur­ger Kin­der- und Jugendbuchpreis

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Ober­bür­ger­meis­ter über­reicht Ol­den­bur­ger Kin­der- und Ju­gend­buch­preis 2020 an An­ne Gröger

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Kin­der­buch „Hal­lo, ich bin der klei­ne Tod“ (Ar­beits­ti­tel) ausgezeichnet

Ober­bür­ger­meis­ter Jür­gen Krog­mann hat heu­te den Ol­den­bur­ger Kin­der- und Ju­gend­buch­preis 2020 im Rah­men ei­ner Vi­deo­kon­fe­renz an An­ne Grö­ger über­reicht. Die Au­torin er­hält den mit 8.000 Eu­ro do­tier­ten Preis für ihr Kin­der­buch­ma­nu­skript mit dem Ar­beits­ti­tel „Hal­lo, ich bin der klei­ne Tod!“. Die Ge­schich­te er­scheint vor­aus­sicht­lich im Herbst 2021 beim Ver­lag dtv junior.

Un­ter 342 Ein­sen­dun­gen, dar­un­ter 112 ver­leg­te Wer­ke und 230 Ma­nu­skrip­te, hat­te die Ju­ry zu­nächst drei No­mi­nier­te aus­ge­wählt. Da­zu ge­hö­ren ne­ben An­ne Grö­ger, Sa­rah Jä­ger mit ih­rem Ju­gend­buch „Nach vorn, nach Sü­den“ (Ro­wohlt Rot­fuchs) so­wie Le­na Lack­mann mit ih­ren Il­lus­tra­tio­nen zum Bil­der­buch­ma­nu­skript „Ich bin so müde!“.

Die fünf­köp­fi­ge Ju­ry be­steht aus Prof. Dr. To­bi­as Kur­win­kel (Pro­fes­sor für Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft und Li­te­ra­tur­di­dak­tik mit dem Schwer­punkt Kin­der und Ju­gend­li­te­ra­tur an der Uni­ver­si­tät Duis­burg-Es­sen), Chris­ti­ne Pax­mann (Her­aus­ge­be­rin des Ma­ga­zins „Esels­ohr“ und Au­torin), Bir­git Mül­ler-Bar­dorff (Re­dak­teu­rin der Augs­bur­ger All­ge­mei­nen), Mehr­dad Zae­ri (Il­lus­tra­tor) und Ka­tha­ri­na Zed­ler (Schü­le­rin der IGS Flö­ten­teich). Die Ju­ry ent­schied sich für An­ne Grö­ger als Preis­trä­ge­rin. Ober­bür­ger­meis­ter Jür­gen Krog­mann lobt die Ent­schei­dung der Ju­ry: „Ich dan­ke un­se­rer Ju­ry, die auch in die­sem un­ge­wöhn­li­chen Jahr her­vor­ra­gen­de Ar­beit ge­leis­tet hat. Ich bin mir si­cher, dass das Preis­trä­ger­buch von sich re­den ma­chen wird. Es zeigt sehr ge­lun­gen, wie man mit den schwie­ri­gen The­men Krank­heit und Tod er­mu­ti­gend um­ge­hen kann.“

Frau Grö­ger be­dank­te sich bei der Stadt Ol­den­burg und den Ju­ro­ren: “Es freut mich be­son­ders, dass „Hal­lo, ich bin der klei­ne Tod“ (Ar­beits­ti­tel) solch ei­ne An­er­ken­nung er­fährt, da ich sehr lan­ge für die­se Ge­schich­te kämp­fen muss­te und wenn das Buch dann end­lich im Sep­tem­ber 2021 ver­öf­fent­licht wird, hat es über acht Jah­re ge­braucht, von der Idee bis zum Er­schei­nen. Ich hof­fe und den­ke, der Preis hilft da­bei, dass die Ge­schich­te ihr Pu­bli­kum fin­det und dass es nicht wie­der acht Jah­re dau­ern wird bis mein nächs­tes Kin­der­buch erscheint.”

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Die Preis­re­de auf „Hal­lo, ich bin der klei­ne Tod!“ (Ar­beits­ti­tel) schrieb die Au­torin Kirs­ten Rein­hardt. „An­ne Grö­gers Chuz­pe er­laubt es ihr, die­se so wi­der­spens­ti­ge – weil: zu Un­denk­bar, zu Herz­zer­rei­ßend, zu…alles! – al­so, die­se eben ein­fach sehr schwie­ri­ge und un­an­ge­neh­me Kom­bi­na­ti­on Kind­heit + Tod, zu den­ken. Nicht nur zu den­ken, son­dern da­mit zu fa­bu­lie­ren, ei­ne Ge­schich­te zu spin­nen. Und zwar ei­ne, die nicht süß­lich-trieft und sich nicht im woh­li­gen Schau­er der ei­ge­nen Ef­fekt­ha­sche­rei verrennt.Ich wün­sche An­ne Grö­ger, dass ihr die­se Chuz­pe er­hal­ten bleibt. Dass sie sich ih­re Fan­ta­sie nicht zäh­men, glatt­schmir­geln, dünn­re­den lässt.“

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Über An­ne Gröger

An­ne Grö­ger, Jahr­gang 1983, stu­dier­te Dreh­buch an der Ham­burg Me­dia School und ar­bei­tet seit 2010 als freie Dreh­buch­au­torin. „Hal­lo, ich bin der klei­ne Tod!“ (Ar­beits­ti­tel) ent­wi­ckel­te sie als Sti­pen­dia­tin der Aka­de­mie für Kin­der­me­di­en ur­sprüng­lich als Spiel­film­pro­jekt, ent­schied sich je­doch ne­ben dem Dreh­buch, auch ei­nen Ro­man zu schreiben.

Zum In­halt des Kin­der­buchs „Hal­lo, ich bin der klei­ne Tod!“ von An­ne Gröger

„Hal­lo, ich bin der klei­ne Tod, aber du kannst auch Fri­da zu mir sa­gen!“ Ge­ra­de noch stand ei­ne klei­ne Ge­stalt im schwar­zen Um­hang und mit Sen­se vor Samuel.

An­ne Grö­ger. Fo­to: Pierre Böhmann

Doch nun ist da ein Mäd­chen und er­klärt, er müs­se ihr das Le­ben zei­gen, denn das ge­hö­re zu ih­rer Aus­bil­dung. Schließ­lich will sie mal der gro­ße Tod wer­den. Fri­da ist ganz wild dar­auf, al­les zu se­hen. Sie will raus, Sa­mu­el auf kei­nen Fall! Vie­le Jah­re hat er we­gen ei­ner Au­to­im­mun­krank­heit im Kran­ken­haus ver­bracht. Und er weiß: Drau­ßen ist es ge­fähr­lich. Un­fall­ri­si­ken al­ler Art und Na­tur­ge­wal­ten lau­ern da und nicht zu ver­ges­sen: Kin­der! Die größ­ten Keim­schleu­dern über­haupt. Per­fekt, fin­det Fri­da. Denn was sie Sa­mu­el ver­schwie­gen hat: Ih­re gro­ße Prü­fung wird sein, ihn zu holen

Über den Kin­der- und Ju­gend­buch­preis der Stadt Oldenburg

Seit 1977 ver­gibt die Stadt Ol­den­burg ei­nen Preis für her­aus­ra­gen­de li­te­ra­ri­sche und künst­le­ri­sche Leis­tun­gen auf dem Ge­biet der Kin­der- und Ju­gend­li­te­ra­tur. Als För­der­preis dient er dem An­sporn und der Er­mu­ti­gung von Au­torin­nen und Au­toren be­zie­hungs­wei­se Il­lus­tra­to­rin­nen und Il­lus­tra­to­ren, die ein Erst­lings­werk – sei es ein be­reits ver­leg­tes Buch oder ein Ma­nu­skript – in die­sem Be­reich vor­le­gen. Durch den Preis sol­len in­no­va­ti­ve Ideen ei­ne Chan­ce er­hal­ten und An­rei­ze ge­schaf­fen wer­den, die Wer­ke Un­be­kann­ter in die Ver­lags­pro­gram­me aufzunehmen.

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